Ich bin verstummt
in der Ära der Beliebigkeit
es fehlen mir nicht nur die Worte
ich versinke im Treibsand
aus leergedroschenen Phrasen
der Knebel der Sinnloskeit
macht mich besinnungslos
der Mantel des Schweigens
fadenscheinig zwar
doch billig zu haben
ist gefüttert mit Resignation
und wird mein Leichentuch
In meinem Kosmos ist kein Platz für dich.
Auch hängt er nicht wie deiner voller Sterne.
In meinem Kosmos ist nur Raum für mich
und meine stille Sehnsucht nach der Ferne.
Und nach der alten Zeit der Troubadoure
mit ihren höfisch minniglichen Sängen.
Von Ferne höre ich den Ruf der Lure.
Sie ruft nach mir mit kriegerischen Klängen.
Doch in den Krieg zieh ich schon lang nicht mehr.
Die stille Sehnsucht hab ich still begraben.
Mein Glas, mein Kopf und auch mein Herz sind leer.
An dieser Leere will mein Sein sich laben.
Kein Sehen, Fühlen, Hören oder Schmecken.
Nur stille, nächtliche Unendlichkeit.
In diesem Zustand erst wirst du entdecken,
wonach Nachtschwärmers Seele lautlos schreit.
Die unstillbare Gier nach Leben
mitgerissen im Strudel der Geschehnisse
Das rettende Ufer nur einen Steinwurf entfernt
aber unerreichbar für eine Tochter des Hades
Du hast ja wohl nen Sockenschuss.
Machst wegen ner Lapalie Schluss
und faselst was von “Bauchgefühl”.
Dir mangelts einfach nur an Stil!
Für alles brauchst Du ne Schablone.
Selbst Schlussmachen kannst du nicht ohne.
Sei doch nur ein Mal kreativ
und rede Klartext: was lief schief?
Das kannst du nicht? Das dacht ich mir.
Bin auch schon weg. Denn ich verlier
die Fassung. Doch Tränen sind das nicht!
Du bliesest mir nur deinen Qualm ins Gesicht.
Obwohl es weit schon im Oktober ist
hat mich die Morgensonne wachgeküsst
- wie schön -
denn der Nebel in den letzten Tagen
fing langsam an, mir aufs Gemüt zu schlagen
- zum Glück -
sind zärtliche Gefühle neu geweckt
bei mir und ihm, denn seine Zunge neckt
- meine äpfel -
gleichen Brüste und ich schmiege mich fest an
erfahre so im Liebesspiel, wie heiß der Herbst sein kann
- mit ihm -