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Sie war ein süßes, kleines Ding.
Trug unterm Kleid nicht mal nen String.
Was ich ganz gut erkennen konnte,
weil sie, den Rock geschürzt, sich sonnte.

Ich lud sie ein zu Eis mit Sahne,
auf dass sich ein Gespräch anbahne.
Doch leider ging sie nicht drauf ein
und sagte kurz und bündig: “Nein!”

Doch davon ließ ich mich nicht schrecken:
“Ich werd mich in den Mixer stecken
und mixen, bis du mich erhörst!”
Sie aber winkt nur ab: “Du störst!”

“Ich werd der Kirche mich verschreiben
und unbeweibt so lange bleiben,
bis du mir schenkst der Liebe Wonne.”
Und was sagt sie? “Geh aus der Sonne.”

Wer wird die Weiber je verstehn?
Man(n) darf ihr Heiligstes zwar sehn,
doch wenn man männlich reagiert,
wird man gefühllos abserviert.

Schwimmen in kristallklarem Wasser
Orangenblüten ins Haar stecken
Mondhelle Nächte am Strand durchtanzen
Muscheln suchen wie die Kinder
Eisbecher mit viel Sahne verdrücken
Romantische, kleine Restaurants besuchen
Leckere, knackige Po’s im String begutachten
In einer winzigen alten Kirche verweilen
Eiskalte Cocktails schlürfen
Barfuß durch Klatschmohnfelder laufen
Endlich alle Alltagssorgen vergessen

Ich hab noch einen Koffer in Berlin.
Er steht da schon seit Weiß-nicht-wieviel-Jahren.
Denn ab und zu da zieht’s mich wieder hin,
dann muss ich in die alte Heimat fahren.

Zuerst nach Schöneberg ins KaDeWe,
dann Kunst getankt auf der Museumsinsel.
Erholung gibt es danach Jwd.
Mitunter schwing ich dort auch mal den Pinsel.

Dann gilt es, alte Freundschaften zu wecken
und wenn wir uns dann treffen streunen wir
durchs Kiez, die Kneipen, Bars und um die Ecken,
wie eine alte Katze durchs Revier.

Als ich sie in der Kneipe sitzen sah,
zerzaust und zitternd wie ein nasses Kätzchen,
war sofort mein Beschützerinstinkt da
und ich bot ihr ein warmes, trocknes Plätzchen
an meiner männlich-muskulösen Brust.

Sie kuschelte sich darauf auch gleich ein,
nicht ohne mir dezent ins Ohr zu hauchen,
ihr wäre jetzt nach einem Gläschen Wein,
auch eine heiße Dusche tät sie brauchen.
Eventuell hätt ich ja Lust?

Natürlich hatt ich Lust, gar keine Frage,
Schon sah ich uns im wilden Liebesspiel.
Da fragt sie, ob ich ihren Koffer trage.
Es wäre hoffentlich doch nicht zu viel
verlangt vom einem starken Mann?

Den Koffer hatt ich leider übersehen.
Mit so viel Zeug da kann Frau lange bleiben.
Mir wäre wohler, bliebe der hier stehen.
Das müsst ich nur noch kunstgerecht umschreiben.
Doch wie fängt man das an?

Als ich am Strand entlang spazierte
an einem nass-trüb-kalten Tag.
entdeckte ich im Sand ne Flasche,
die halbverdeckt im Strandsand lag.

Ich bückte mich, sie auszugraben.
Vielleicht war’s ja ein Flaschengeist.
Denn wie wir schon als Kinder lernten:
in Flaschen wohnt ein Geist zumeist.

Ihr Aussehn war sehr vielversprechend,
so bunt und dick und zugekorkt.
Ich sah in meinem Geiste schon,
wie’s mir der Flaschengeist besorgt.

Ich nahm sie also mit nach Hause,
auf dass der Geist mir nicht entfleucht,
wenn ich am Strand die Flasche öffne.
Das hätte mich doch arg enttäuscht.

Bei mir zu Hause angekommen
rieb ich die Pulle blitzeblank,
so dass der Dreck wie Schneegestöber
auf Stuhl und Tisch herniedersank.

Dann lupfte ich beherzt den Korken,
auf dass der Geist zudiensten sei
mir meine Wünsche zu erfüllen.
Zumindest aber davon drei.

Jedoch, was soll ich euch erzählen -
es war kein Geist, der mir erschien,
so wie die Dschinnie einst im Märchen.
Es war nur schnöde Seeluft drin.

Wie konnte das denn nur passieren,
obwohl der Pott verschlossen war?
Der Vorgang scheint mir, hat bewiesen:
das Ding war undicht, ist doch klar.

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