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Es sind nur Buchstaben. Aneinander gereiht zu Worten. Zusammengefügt zu Sätzen.
Aber ich mag Menschen, die mit Sprache umzugehen wissen, die mit Worten Bilder malen können, deren Geschichten mein Kopfkino in Gang setzen.

Ihm gelingt das spielend. Mit leichter Hand bedient er die Klaviatur der Gefühle, lässt mich lächeln und zürnen, weckt bittersüße Sehnsüchte und schmerzhafte Erinnerungen. Er verführt mich zum Träumen, wenn zärtliche Worte die ausgehungerte Seele streicheln. Und er lässt mich nach Atem ringen, wenn seine Worte hart in die Magengrube treffen.

Manchmal wünsche ich mir, malen zu können; möchte die Bilder festhalten, die mich umtanzen wie Schmetterlinge – bunt und schön und doch nicht greifbar. Manchmal verfluche ich ihn, wenn es mir auch nach langen schlaflosen Stunden nicht gelingen will, das Ameisenbataillon zu vertreiben, das zum Sturm auf meine Ratio geblasen hat und unter meiner Haut brennt. Dann kommt mir Jean Paul Sartre in den Sinn: “Die Worte sind Fallen, denen man nicht entgehen kann.”

Kann man nicht jeder Falle entgehen, wenn man sich der Gefahr bewusst ist?

Ich gebe den sinnlosen Kampf um ein paar Stunden Schlaf auf, klappe den Laptop auf und logge mich ein.
Vielleicht hat er ja eine neue Geschichte eingestellt…