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Ich hab noch einen Koffer in Berlin.
Er steht da schon seit Weiß-nicht-wieviel-Jahren.
Denn ab und zu da zieht’s mich wieder hin,
dann muss ich in die alte Heimat fahren.

Zuerst nach Schöneberg ins KaDeWe,
dann Kunst getankt auf der Museumsinsel.
Erholung gibt es danach Jwd.
Mitunter schwing ich dort auch mal den Pinsel.

Dann gilt es, alte Freundschaften zu wecken
und wenn wir uns dann treffen streunen wir
durchs Kiez, die Kneipen, Bars und um die Ecken,
wie eine alte Katze durchs Revier.

Als ich sie in der Kneipe sitzen sah,
zerzaust und zitternd wie ein nasses Kätzchen,
war sofort mein Beschützerinstinkt da
und ich bot ihr ein warmes, trocknes Plätzchen
an meiner männlich-muskulösen Brust.

Sie kuschelte sich darauf auch gleich ein,
nicht ohne mir dezent ins Ohr zu hauchen,
ihr wäre jetzt nach einem Gläschen Wein,
auch eine heiße Dusche tät sie brauchen.
Eventuell hätt ich ja Lust?

Natürlich hatt ich Lust, gar keine Frage,
Schon sah ich uns im wilden Liebesspiel.
Da fragt sie, ob ich ihren Koffer trage.
Es wäre hoffentlich doch nicht zu viel
verlangt vom einem starken Mann?

Den Koffer hatt ich leider übersehen.
Mit so viel Zeug da kann Frau lange bleiben.
Mir wäre wohler, bliebe der hier stehen.
Das müsst ich nur noch kunstgerecht umschreiben.
Doch wie fängt man das an?

Komm, spiel mit mir.
Du musst nicht schüchtern sein.
Ich helfe dir.
Ich lass dich nicht allein,
wenn dir die Worte fehl’n,
um zu umschreiben,
was du und ich
was wir zusammen treiben.

Komm, spiel mit mir.
Du musst dich nicht genieren.
Ich zeige dir,
wie zwei sich sanft verführen,
allein mit Phantasie.
Komm, lass dich gehen,
wenn wir uns lieben
ohne uns zu sehen.

Genug gespielt!
Du musst nicht alles wissen.
Lass gut sein.
Komm, lass dich noch einmal küssen.
Es war sehr schön.
Jetzt bin ich nur ein Mann,
der müde ist.
Ich ruf dich wieder an.

Die Nacht sich um die Ohrn geschlagen
wankt er im Morgengraun nach Haus,
wobei ihn die Gedanken plagen,
wie er beim Weib sich redet raus.

Denn sie wird sicher auf ihn warten
und schauen, wo er wieder bleibt,
um sofort das Verhör zu starten,
was er die ganze Nacht so treibt.

An nem Laternenpfahl verharrend
schickt er gen Kosmos seinen Blick,
sinnierend in die Leere starrend,
auf dass sie ihm nen Einfall schick.

Und wie er da so steht und denkt
“Was mach ich nur, wie mach ich’s nur?”
der Himmel ihm die Lösung schenkt:
“Ich mache ihr den Troubadour!”

“Werd unter ihrem Fenster schluchzen,
von Sehnsucht, Treue und auch Liebe.
Dann kann sie nur vor Freude juchzen -
und es gibt Zärtlichkeit statt Hiebe.”

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In meinem Kosmos ist kein Platz für dich.
Auch hängt er nicht wie deiner voller Sterne.
In meinem Kosmos ist nur Raum für mich
und meine stille Sehnsucht nach der Ferne.
Und nach der alten Zeit der Troubadoure
mit ihren höfisch minniglichen Sängen.
Von Ferne höre ich den Ruf der Lure.
Sie ruft nach mir mit kriegerischen Klängen.

Doch in den Krieg zieh ich schon lang nicht mehr.
Die stille Sehnsucht hab ich still begraben.
Mein Glas, mein Kopf und auch mein Herz sind leer.
An dieser Leere will mein Sein sich laben.
Kein Sehen, Fühlen, Hören oder Schmecken.
Nur stille, nächtliche Unendlichkeit.
In diesem Zustand erst wirst du entdecken,
wonach Nachtschwärmers Seele lautlos schreit.