“Frühling lässt sein blaues Band…”
schrieb Herr Mörike dereinst
traurig nur, dass ich nicht fand,
diese Hoffnung, die du meinst.
Denn statt fernen Harfenklängen
hör ich Kriegsgeschrei.
Der Tag beginnt mit Lobgesängen
auf blutige Tyrannei.
Nicht süße, wohlbekannte Düfte
streifen über’s Land -
Bomber jagen durch die Lüfte
die Erde ist verbrannt.
Der Frühling brachte die Hoffnung nicht,
doch ich fand sie in tausend Gesichtern,
ich fand sie beim Schreiben von diesem Gedicht,
und in unzähligen brennenden Lichtern.
Entzündet für Frieden – gegen den Krieg
um Reichtum, um Öl und um Macht,
zu leuchten den Weg der Vernunft zum Sieg,
zu beenden die sinnlose Schlacht.