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Er hing schon lange an der Flasche
und sah darin auch kein Problem.
Denn Alkohol war sein Masche,
der Welt den Rücken zuzudrehn.

Die Welt ist schlecht, die Welt ist böse.
Er war zu gut für diese Welt!
Dass von dem Weltschmerz ihn erlöse
hat er Freund Alkohol erwählt.

Der ließ ihn all den Scheiß vergessen,
mit dem das Leben ihn täglich quält.
Keiner von den Mahnern konnte ermessen
wie ein klarer Kopf ihm das Leben vergällt.

Im Suff ging ihm alles am Arsch vorbei.
Die Welt wurde freundlich und bunt.
Wiesen wurden rot und gescheckt der Schnee
wie der sprichtwörtlich bunte Hund.

Der Suff machte ihn zwar zum Auslaufmodell,
undicht wurde jedoch nur die Blase.
Im Kopf blieb er dicht, vermied prinzipiell
auch die kürzeste nüchterne Phase.

Sein bester Freund war der Alkohol;
der beste Freund, den er je fand.
Also trank er auf ihrer beider Wohl
und versoff schließlich seinen Verstand.

Als sie die kupferblonden Haare
auf seinem Sakko fand
und er auf ihre Fragen hin
sich krümmte und sich wand
wie ein Regenwurm auf Drogen
war ihr klar, er hat gelogen.

Doch das ließ sie ihn nicht merken.
Fasste einen Plan,
wie sie sich für den Betrug
gebührend rächen kann,
ohne dass Gefahr besteht,
dass er ihr den Hahn abdreht.

Eine Ballonfahrt passte perfekt
für ihre perfiden Pläne.
Sie buchte sofort und lud ihn ein,
zeigte ihm lächelnd die Zähne.
Und ein verheißungsvoller Blick
versprach den ganz besondren Kick.

So stiegen sie ins Himmelsblau
mit viel zu viel Ballast
den sie gedachte abzuwerfen
sobald die Gelegenheit passt.
Denn auf den Kerl kann sie verzichten.
Auf sein Geld jedoch mitnichten.

Sie füllte ihn gehörig ab
mit allerlei Spirituosen,
so dass es ihr ein Leichtes war,
ihn aus dem Korb zu stoßen,
wobei zum Abschiedsgruß sie rief:
Wer hoch steigt, der fällt auch tief.

Sie machte sich mit dem Erbe auf
zur nächsten Steueroase.
Da hielt der Fahrer ihr ganz überraschend
ne Visitenkarte unter die Nase.
“Kriminalkommissar” war darauf zu lesen.
Das wars dann wohl mit Dolce Vita gewesen.

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Die Sinne vernebelt Maß für Maß.
Süße Äpfel im Dirndl versprechen Spaß.
Sonne im Herzen und Bier im Manne.
Verstand und Gefühle in der Weißbierkanne.

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Es wechselt der moderne Mensch in unsren Zeiten
vom Wickeltisch direkt zum Therapeuten.

Dort kann er dann in Selbstmitleid zerfließen
und seinen ganzen Weltenschmerz ergießen.

So, glaubt er, kann er auch die Kurve kriegen:
statt was zu ändern, auf der Couch zu liegen.

Er fiel direkt vor meine Füße
und brachte wohlgemeinte Grüße.
Mit Schleife um den Hals gebunden
hat sich das arme Vieh geschunden
mit einem Körbchen, gut bestückt.
Darinnen fand ich – ganz entzückt -
nebst Obst und Wein und Räucherkerzen
auch einen Brief, der ging zu Herzen,
weil er – in Versen fein geschrieben -
mir nahelegte, den zu lieben,
der diese Botschaft mir gebracht.
Das hätte ich auch gern gemacht.
Doch gab es ein Problem dabei:
Der Täuberich war nur noch Brei.

Und die Moral von der Geschichte:
Brieftauben tragen nur kleine Gewichte!

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